Karrieretipps
 

Ein gut gemischtes Blatt beim Gehaltspoker:
Ratgeber für Jobeinsteiger, Jobaufsteiger und Jobwechsler

 

Der Markt steckt brutal die Spielräume ab, die sich für Arbeitnehmer eröffnen. Wer sich jedoch zu einem Verhandlungsgespräch gut vorbereitet hat, kann beherzter auftreten und eher überdurchschnittliche Gehälter anfragen als die Kollegen. Wie das funktioniert, zeigt Ihnen unser Ratgeber

Halten Sie Ihre Einkommenswünsche in Ihrer Bewerbung geheim: Die Situation am Arbeitsmarkt ist ohnehin anstrengend, ergänzen Sie den üblichen Bewerbungswettbewerb nicht mit einem Gehaltswettbewerb. Denn wenn Sie zu wenig oder zu viel verdienen wollen, können Sie sich selbst aus dem Rennen bringen, bevor Sie einen Fuß in die Tür bekommen.

Wird jedoch in einer Stellenanzeige ein Wunsch nach Ihre Gehaltsvorstellungen gegeben, müssen Sie ihn abgeben. Seien Sie schlau und legen Sie dabei nicht alle Karten sofort auf den Tisch. Geben Sie statt einer festen Summe lieber eine Spanne: "Entsprechend meinen Qualifikationen und Erfahrungen halte ich ein Gehalt von 35.000 bis 40,000 Euro/ p.a. für angemessen."

Bei dem ersten Vorstellungsgespräch sollten Sie das Thema Gehalt zum Ende des Termins kurz und knapp streifen, sofern es Ihrer Gesprächspartner nicht schon getan hat. Wer vermeidet, über finanzielles zu reden, riskiert den Eindruck zu verschlechtern. Bei dem zweiten Gespräch soll das Gehalt eines der zentralen Themen werden. Ihr Einkommenswunsch soll dabei gut begründet sein und präzise formuliert werden. Eine Spanne von etwa 5.000 Euro/p.a. ist dabei angemessen: Sie sollen auch Verhandlungsrahmen haben.

Hohe Vergütungsforderungen sollen mit guten Argumenten begründet werden. Kenntnisse, Erfahrungen und Fähigkeiten, die exakt zum Job passen, haben einen wirklich hohen Wert bei einer solchen Verhandlung. Die Obergrenze Ihres Einsatzes liegt lediglich bei 20 Prozent über dem üblichen Gehalt.

Traditionell verhandelt man über Jahresgehälter. Es ist sinnvoll, alle Gehaltskomponenten im Voraus zu klären. Stellen sie Fragen, ob das Unternehmen Urlaubs- und Weihnachtsgeld zahlt, ob sie schon in der Gehaltssumme berücksichtigt sind, ob im Gehalt die Leistungskomponente erhalten ist. Die Frage nach leistungsabhängigen Vergütungskomponenten signalisiert Ihre Leistungsbereitschaft und kann zusätzliche Spielräume für die Gehaltsverhandlungen öffnen.

Und das wichtigste: Trainieren sie das Gespräch vorher mit Freunden, dann werden Sie die Sätze bei der Verhandlung leichter aussprechen.

 

Lesen Sie die Fortsetzung dieses Artikels ab dem 15.November auf unserer Homepage.

Alexandra Ehrlich

 

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